Aktuelle Ausgabe 4-2019

Seit dem 13. September 2019 ist die Ausgabe 4-2019 des ACOUSTIC PLAYER erhältlich. Der AP 4-19 ist ein Themen-Special: Es erwarten euch 14 Multimedia-Workshops zum Thema Alternative Stimmungen, zum einfachen Nachspielen präsentiert mit Noten, TABs und Videos.

Wer seine Klangpalette erweitern will, ist hier genau richtig. Wir stellen die wichtigsten Open-Tunings vor und zeigen, wie großartige Gitarristen auf umgestimmten Instrumenten wunderbare Klänge erzeugen. Berührungsängste muss man nicht haben, alle Workshops sind so vorbereitet, dass man leicht Zugang findet und die Musikbeispiele unterstützt von Noten, TABs und Videos sofort nachspielen kann. Neben bekannten Klassikern, Riffs und Songs gibt es viele allgemeine Tipps und ganz sicher auch einige Überraschungen.

Guitar Hero: Michael Hedges

Michael Hedges war und ist der Motor einer wahren Revolution der modernen Steelstring-Gitarre. Wer auch immer heute slappt, tappt und in Open Tunings unterwegs ist, ist von Hedges beeinflusst. Der Übervater der akustischen Gitarre ist der Guitar Hero unserer Open-Tuning-Ausgabe, wir zeigen anhand von Beispielen im Stil von Michael Hedges, woher die interessanten Ideen moderner Gitarristen wie Andy McKee, Erik Mongrain oder Don Ross ursprünglich stammen. Hedges’ Technik stand immer im Dienst seiner Musik, sie war nie Selbstzweck. In diesem Workshop treten wir in die Fußstapfen eines anerkannten Großmeisters.

Special: Led Zeppelin akustisch

Der legendäre Gitarrist Jimmy Page hat bei Led Zeppelin oft alternative Stimmungen eingesetzt. Anhand von Beispielen aus Blues und Folk erforscht Markus Wienstroer Tunings und Spielweisen und zeigt, was das Besondere am akustischen Sound von Led Zeppelin ausmacht.

Hot Lick: Led Zep in DADGAD – ,Kashmir‘

Eines der bekannteren Riffs von Led-Zep-Saitenzupfer Jimmy Page gehört zum Song ,Kashmir‘. Dieses Riff ist nicht nur rhythmisch und klanglich interessant, sondern wird – Überraschung! – im DADGAD-Tuning gespielt – eine Gitarrenstimmung, die weniger im Hard-Rock sondern eher im Celtic-Fingerstyle bekannt ist.

Songbegleitung: Joni Mitchells Guitar Style (Open-D)

Ebenso virtuos wie ihr Gesang und ihr Songwriting ist Joni Mitchells Gebrauch von offenen Stimmungen auf der Gitarre. Besonders in früheren Werken wie ,Both Sides Now‘, ,Chelsea Morning‘ oder ,Big Yellow Taxi‘ findet das gut nachvollziehbare Open-D-Tuning Verwendung. Wir erforschen die Bausteine dieser zeitlosen Songs.

Classic Song: Honky Tonk Women (Open-G)

Keith Richards spielt bekanntermaßen nur auf fünf Saiten, wir allerdings lassen die tiefe E-Saite drauf, ignorieren sie geflissentlich und spielen im Stil von Richards Licks und Akkorde, die euch ermöglichen, den Sound des weltbekannten Stones-Hits ,Hony Tonk Women‘ in Open-G nachzuvollziehen und auf andere Songs zu übertragen. Das macht Spaß und ist überhaupt nicht schwer!

Acoustic Rock: Rock-Riffs in alternativen Stimmungen

Peter Autschbach hat sich in der Rock-Geschichte umgeschaut und umgehört und jede Menge cooler Rock-Riffs in offenen Stimmungen entdeckt, die er mit den Lesern des ACOUSTIC PLAYERN teilen wird.

Gast-Workshop: Timo Brauwers - Catalyst (DACGCE)

Timo Brauwers’ Stück ,Catalyst‘ ist ein Mid-Tempo-Groove-Song, der die Musik als Gegenpart für alles Schlechte, was uns täglich umgibt, zeigt. In Timos Gast-Workshop lernt ihr, mit perkussiven Elementen und Dead-Notes auf der Gitarre zu „grooven“. Der Song benutzt das Tuning DACGCE.

Fingerstyle Basics: Celtic Fingerstyle in DADGAD

In diesem Workshop steht die in der keltischen Musikszene so beliebte Stimmung DADGAD im Mittelpunkt. Wir beschäftigen uns mit dem bekannten Folksong ,Down by the Sally Gardens‘ und lernen dieses Lied – angelehnt an den Stil von Tony McManus – in drei unterschiedlichen Interpretationen kennen: zunächst lediglich linear mit Melodie- und Basslinie, dann unter Einbeziehung von begleitenden Harmonien und schließlich im Zusammenhang mit filigranen Verzierungstechniken.  

Blues: ,Police Dog Blues‘ à la Blind Blake (Open-D)

Dave Goodman wirft mit euch einen Blick auf Blind Arthur Blake’s ,Police Dog Blues‘ im Open-D-Tuning. Blind Blake’s virtuoses Spiel in Sachen Blues- und Ragtime-Fingerstyle-Gitarre ebnete den Weg für den Piedmont Blues. Blake’s Songs wurden von legendären Musikern wie Ry Cooder, Jorma Kaukonen und Bob Dylan gecovert.

Fingerstyle Advanced: ,Hope and Memory‘ im Open-G-Minor-Tuning

Peter Finger stellt euch das Open-G-Minor-Tuning vor. Sein Instrumental-Song ,Hope and Memory‘ ist ein kurzes Spielstück im mittleren Schwierigkeitsgrad, das durch ungewöhnliche harmonische Wendungen immer wieder frisch und interessant klingt.

Fingerstyle Modern: Grooven im Open-C-Tuning

Die offene C-Dur-Stimmung (CGCGCE) wird von unzähligen Akustikgitarristen benutzt, wenn es darum geht, kraftvolle Grooves mit mächtigen Bässen umzusetzen. In diesem Workshop lernt ihr die Grundlagen für Open-C und anschließend ein Spielstück im Stil von Don Ross, mit dem ihr das Gelernte in die Tat umsetzen könnt.

Open Stage: DGDGGD-Tuning

Das Tuning DGDGGD ist noch nicht weitergehend dokumentiert. Man könnte es als Open-G5-Tuning bezeichnen. Da hier keine Terz als Leersaite anwesend ist, bleibt das Tongeschlecht offen, und man kann mit dieser Stimmung interessante Sounds und Drones erzeugen.

Drop-D Basics

Die einfachste Art, die Gitarre umzustimmen, ist das Drop-D-Tuning, bei dem nur die tiefe E-Saite um einen Ganzton nach unten gestimmt wird. Doch bereits dieser kleine Kniff eröffnet eine ganz neue Welt an Klängen und Spielmöglichkeiten. Wir stellen einfache aber klangstarke Beispiele vor, die man ohne große Hürden auch im Alltag verwenden kann.

Songs begleiten in DADGAD

Alternative Stimmungen haben einen Nachteil: Sie führen meist dazu, dass man nur vorbereitete und Ton für Ton eingeübte Stücke damit spielt. Frei spielen in einem Open-Tuning? Das können nur ganz wenige Gitarristen. Wir erforschen daher die beliebte DADGAD-Stimmung und entdecken einfache Akkordgriffe – um diese dann für die klangvolle Begleitung ganz normaler Songs einzusetzen.